Letzte Änderung:26. Dezember 2018
18.09.2018: Übung der Gefahrgut-Gruppe

Am 19.12.2018 besichtigten unsere Gefahrgut Gruppe sowie unsere Führungskräfte die Abteilungen des Klinikums Neumarkt, in denen Strahlung bzw. radioaktive Stoffe vorgehalten und genutzt werden.

 

Neben Röntgenstrahlen kommt im Klinikalltag bei vielen gängigen diagnostischen und therapeutischen Verfahren Strahlung, z.B. ionisierende Strahlung wie Gammastrahlung oder Elektronen, zum Einsatz.

 

Im Untergeschoss besichtigten wir die Strahlentherapiepraxis Muckelbauer, wo zur Tumorbehandlung Strahler vorgehalten werden. Mit speziellen medizinischen Geräten ist es hier möglich zur Tumorbehandlung strahlendes Material ferngesteuert in die direkte Nähe von Tumoren zu verbringen und so die Krebszellen zu bekämpfen.

 

Außerdem konnten wir im Erdgeschoss die Praxis für Nuklearmedizin besichtigten. In der Nuklearmedizin werden radioaktive Substanzen und kernphysikalische Verfahren zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken angewendet. Hier werden Patienten beispielsweise schwach radioaktive Stoffe verabreicht und deren Bewegung und Anreicherung im Körper bildlich sichtbar gemacht.

 

Beide Bereiche sind gem. FwDV 500 in der Gefahrengruppe IIA eingestuft. Aus dieser Einstufung ergeben sich besondere Maßnahmen der Einsatzvorbereitung z.B. Darstellung in den Einsatzplänen etc. Des Weiteren ist im Einsatzfalle in den betroffenen Räumlichkeiten Kontaminationsschutzkleidung zu tragen und es sind die im Opens internal link in current windowRW bzw. dem Opens internal link in current windowAB-AS vorhandenen Messgeräte mitzuführen. Hierzu gehören das Personendosimeter, Dosiswarngerät und Dosisleistungsmessgerät. Nach Einsatzende lassen sich mit dem Kontaminationsnachweisgerät die Einsatzkräfte „frei messen“.

 

Wir bedanken uns beim Klinikum Neumarkt für den interessanten Einblick.

 

 

Text, Bilder: Gottschalk